Quereinstieg als Steuerfachangestellte: So gelingt der Einstieg ins Steuerbüro
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Steuerkanzleien stehen seit Jahren unter wachsendem Druck. Der Fachkräftemangel verschärft sich, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Beratung, Mandantenkommunikation und digitale Zusammenarbeit. Viele Kanzleien suchen deshalb zunehmend Quereinsteiger mit kaufmännischer Erfahrung, Organisationstalent und digitalen Kenntnissen. Eine klassische Ausbildung im Steuerwesen ist nach wie vor ein Pluspunkt, aber längst nicht mehr die einzige Möglichkeit für den Berufseinstieg.
Gleichzeitig verändert die Digitalisierung den Kanzleialltag spürbar. Digitale Dokumentenverwaltung, Mandantenportale und automatisierte Abläufe erleichtern in vielen Kanzleien die Einarbeitung neuer Mitarbeitender und eröffnen gleichzeitig neueChancen für Quereinsteiger.
Inhaltsverzeichnis
- Warum sich der Quereinstieg als Steuerfachangestellte lohnt
- Voraussetzungen für den Quereinstieg im Steuerbüro
- Gehalt: Was verdienen Quereinsteiger als Steuerfachangestellte?
- Mit moderner Software wie TaxDome den Einstieg erleichtern
- Vom Quereinsteiger zum Steuerberater: Geht das?
- Tipps für die erfolgreiche Bewerbung als Quereinsteiger
- Fazit: Die Zukunft im Steuerwesen aktiv gestalten
- Häufige Fragen zum Thema Quereinsteiger im Steuerbüro
Inhaltsverzeichnis
- Warum sich der Quereinstieg als Steuerfachangestellte lohnt
- Voraussetzungen für den Quereinstieg im Steuerbüro
- Gehalt: Was verdienen Quereinsteiger als Steuerfachangestellte?
- Mit moderner Software wie TaxDome den Einstieg erleichtern
- Vom Quereinsteiger zum Steuerberater: Geht das?
- Tipps für die erfolgreiche Bewerbung als Quereinsteiger
- Fazit: Die Zukunft im Steuerwesen aktiv gestalten
- Häufige Fragen zum Thema Quereinsteiger im Steuerbüro
Warum sich der Quereinstieg als Steuerfachangestellte lohnt
Der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden ist in vielen Steuerkanzleien hoch. Auf Jobportalen wie Indeed finden sich heute (Stand: Frühjahr 2026) rund 16.000 offene Stellen für Steuerfachangestellte. Trotz hoher Nachfrage ist laut der aktuellen Berufsstatistik der Steuerberaterkammer die absolute Anzahl der Mitglieder im Jahr 2024 zurückgegangen. Viele Kanzleien sind deshalb zunehmend auf geeignete Quereinsteiger angewiesen.
Besonders gefragt sind Bewerber mit Erfahrung in Buchhaltung, Verwaltung, Assistenz oder Mandantenkommunikation. Gleichzeitig verändert die Digitalisierung den Kanzleialltag spürbar. Viele Tätigkeiten laufen heute softwaregestützt ab, Dokumente werden digital verarbeitet und wiederkehrende Aufgaben teilweise automatisiert.
Damit verlagert sich der Schwerpunkt vieler Tätigkeiten zunehmend auf Organisation, Prüfung und Mandantenbetreuung.
Voraussetzungen für den Quereinstieg im Steuerbüro
Die wenigsten Quereinsteiger bringen von Anfang an tiefes steuerliches Fachwissen mit.. Viele Kenntnisse lassen sich jedoch im Arbeitsalltag und durch Weiterbildungen aufbauen. Kanzleien legen deshalb häufig mehr Wert auf kaufmännische Erfahrung und digitale Arbeitskompetenz.
Durch den digitalen Wandel verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend in Richtung Mandantenbetreuung und softwaregestützte Zusammenarbeit. Erfahrungen im Kundenkontakt oder in der Verwaltung sind deshalb oft eine solide Grundlage für den Einstieg.
Außerdem spielen Genauigkeit und Verlässlichkeit eine wichtige Rolle. Dokumente müssen sorgfältig bearbeitet, Fristen eingehalten und Mandantenanfragen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Hilfreich sind insbesondere:
- Verständnis für Zahlen und wirtschaftliche Zusammenhänge
- Erfahrung mit digitaler Büroorganisation
- sicherer Umgang mit Software und Dokumenten
- professionelle Kommunikation mit Mandanten
Besonders gefragt sind Bewerber mit Erfahrung in:
- Buchhaltung
- Backoffice und Assistenz
- Lohnabrechnung
- Kundenbetreuung
- Verwaltung und Sachbearbeitung
Wer bereits mit Rechnungen, Dokumentation oder administrativen Abläufen gearbeitet hat, kann sich häufig schneller in den Kanzleialltag einarbeiten.
Steuerwissen kann schrittweise aufgebaut werden
Ein vollständiges Wissen im Steuerrecht wird bei Quereinsteigern häufig nicht direkt vorausgesetzt. Viele Kanzleien planen Zeit für die Einarbeitung ein, um den Einstieg zu erleichtern. Fachliche Kenntnisse entstehen dann Schritt für Schritt im Arbeitsalltag und durch Weiterbildungen.
Brancheninsider betonen, dass der Wechsel aus anderen wirtschaftlichen Sektoren in die Steuerberatung oft besser in größeren Kanzleien beginnt, die eine breitere Verwendung für Quereinsteiger hat.
Software-Kenntnisse erleichtern den Einstieg
Wie wir bereits beschrieben haben, gehört das Thema Geschäftsprozesse digitalisieren auch im Steueralltag zu den großen Zukunftsthemen, was natürlich auch den Beruf des Steuerfachangestellten grundlegend verändert.
Hilfreich sind deshalb Vorerfahrungen mit:
- DATEV
- Microsoft Office
- Dokumentenmanagement-Systemen
- digitaler Mandantenkommunikation
- Aufgaben- und Projektverwaltung
Gehalt: Was verdienen Quereinsteiger als Steuerfachangestellte?
Das Gehalt ist natürlich ein entscheidender Faktor dafür, ob sich ein Quereinstieg tatsächlich lohnt.. Laut Bundesagentur für Arbeit beträgt das Mediangehalt aller Steuerfachangestellten in Deutschland 3458 Euro brutto. Die Gehälter variieren jedoch stark nach Berufsjahren, Region und der jeweiligen Vorerfahrung in diesem Bereich.
Daher ist davon auszugehen, dass Quereinsteiger beim Berufseinstieg in der Regel nicht das Gehalt einer ausgebildeten Fachkraft erzielen..
Mit welchem Einstiegsgehalt Quereinsteiger rechnen können
Steuerfachangestellte berichten von Einstiegsgehältern von etwa 2.600 und 3.000 Euro brutto monatlich nach Ausbildung oder zum Berufseinstieg. Es gibt jedoch einzelne Angaben, die höher liegen. In größeren Kanzleien oder teuren Städten wie München sind laut einzelnen Berichten auch Gehälter von 4.000 Euro brutto und mehr möglich.
Wer bereits sehr relevante Berufserfahrungen vorzuweisen hat, kann sich in den Gehaltsverhandlungen besser positionieren. Zu den gewinnbringendsten Fähigkeiten gehören beispielsweise:
- Rechnungsbearbeitung
- Termin- und Dokumentenverwaltung
- Kundenbetreuung
- vorbereitende Buchhaltung
- Arbeit mit sensiblen Unternehmensdaten
Solche Erfahrungen erleichtern Kanzleien die Einarbeitung und zeigen, dass der Quereinsteiger genau und sorgfältig im Finanzwesen arbeiten kann.
Mit Weiterbildung steigt meistens auch das Einkommen in der Steuerbranche
Viele Quereinsteiger bauen ihr Fachwissen nach dem Einstieg schrittweise aus und können nach einigen Berufsjahren deutlich höhere Gehälter erzielen. Mit zunehmender Erfahrung ergeben sich später oft zusätzliche Aufgabenbereiche, etwa in der Finanzbuchhaltung (FiBu), Lohnabrechnung oder Mandantenbetreuung.
Nach einigen Jahren Berufserfahrung und Fortbildung liegen die genannten Gehälter häufig im Bereich von 40.000 bis 50.000 Euro brutto jährlich. Mit weiteren Qualifikationen oder leitenden Funktionen sind auch höhere Gehälter möglich.
Mit moderner Software wie TaxDome den Einstieg erleichtern
Moderne, digitale Kanzleisoftware erleichtert die Einarbeitung neuer Mitarbeitender heute deutlich mehr als noch vor einigen Jahren.. Dokumente, Aufgaben und Mandantenkommunikation laufen zentral über eine Plattform zusammen, wodurch sich neue Angestellte schneller im Kanzleialltag zurechtfinden können.
TaxDome ist ein zentraler Baustein bei der Digitalisierung der Steuerberatung. Mit der Software lassen sich unter anderem Dokumentenanfragen, Erinnerungen, Aufgabenverteilung und Mandantenkommunikation digital organisieren. Dadurch reduzieren sich viele manuelle Verwaltungsaufgaben und Teams können neue Mitarbeitende effizienter einarbeiten.
Vom Quereinsteiger zum Steuerberater: Geht das?
Der Weg zum Steuerberater führt nicht zwingend über eine steuerliche Ausbildung. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Personen mit Berufsausbildung und mehrjähriger Praxiserfahrung zur Steuerberaterprüfung zugelassen werden.
Viele Quereinsteiger beginnen als Angestellte in einer Steuerkanzlei und bauen ihr Fachwissen Schritt für Schritt auf – bis die Voraussetzungen für die Steuerberaterprüfung erfüllt sind.. Typische Weiterbildungsschritte auf dem Weg zur Steuerberaterprüfung sind::
- Steuerfachwirt
- Bilanzbuchhalter
- Fachassistenten im Bereich Lohn und Gehalt
Mit wachsender Berufserfahrung können später komplexere Aufgaben in Buchhaltung, Jahresabschlüssen oder Mandantenbetreuung übernommen werden.
Wer als Quereinsteiger die Steuerberaterprüfung anstrebt, benötigt in der Regel ungefähr 6 bis 8 Jahre praktische Tätigkeit im Steuerwesen. Die genauen Voraussetzungen werden jedoch vor der Zulassung individuell geprüft.
Wer sich für die unterschiedlichen Wege hin zur Steuerberaterprüfung im Detail interessiert, kann sich bei der Steuerberatungskammer ausführlich dazu informieren.
Übrigens: Auch Quereinsteiger dürfen sich nach erfolgreicher Prüfung als Steuerberater selbstständig machen und eine eigene Kanzlei gründen.
Tipps für die erfolgreiche Bewerbung als Quereinsteiger
Wer sich als Quereinsteiger bei Steuerkanzleien bewirbt, kann mit ein paar gezielten Strategien die Chancen auf eine Einstellung deutlich erhöhen, auch ohne steuerfachliche Ausbildung.. Folgend erklären wir, worauf es bei einer erfolgreichen Bewerbung ankommt.
Relevante Berufserfahrung herausstellen
Quereinsteiger unterschätzen manchmal, wie gut ihre bisherigen Tätigkeiten tatsächlich auch zur Arbeit in einer Steuerkanzlei passen können. Im Prinzip können allgemeine organisatorische und digitale Tätigkeiten in der Vergangenheit als Vorerfahrung herausgestellt werden. Beschreiben Sie diese Tätigkeiten möglichst präzise, erstellen Sie speziell ausgerichtete Lebensläufe und sammeln Sie alle Referenzen, die Ihre Erfahrung bestätigen können.
Lernbereitschaft und wichtige Fähigkeiten betonen
Da oft keine steuerlichen Fachkenntnisse mitbringen, sind Lernbereitschaft und echtes Interesse am Thema umso entscheidender. Wenn Kanzleien das Gefühl haben, dass neue Informationen schnell aufgenommen werden und die Einarbeitung gut verläuft, ist ein großer Schritt Richtung Anstellung gemacht.
Erzählen Sie von Projekten, in denen Sie:
- genau arbeiten mussten
- sich mit steuerlichen Themen beschäftigt haben
- sicher mit digitalen Anwendungen gearbeitet haben
- Eigeninitiative zur Weiterbildung gezeigt haben
Kenntnisse in Software und digitaler Zusammenarbeit vorweisen
Wie wir bereits festgestellt haben, läuft ein Großteil der Arbeit in Steuerkanzleien mittlerweile digital ab. Bewerber mit Erfahrung in Bürosoftware, Dokumentenmanagement oder digitaler Kommunikation bringen deshalb oft bereits wichtige Grundlagen.
Haben Sie im Laufe Ihres bisherigen Berufslebens abgeschlossene Kurse oder Zertifikate in digitalen Anwendungen wie Microsoft Office erhalten, binden Sie diese also unbedingt in Ihre Bewerbungen mit ein.
Fazit: Die Zukunft im Steuerwesen aktiv gestalten
Wir halten fest: In 2026 als Steuerfachangestellte einen Quereinstieg vorzunehmen, ist angesichts digitaler Entwicklungen und Fachkräftemangel ein guter Zeitpunkt. Entwicklungen wie künstliche Intelligenz, Digitalisierung und die veränderte Mandantenkommunikation machen den Einstieg besonders interessant.
Diese Veränderungen schaffen neue Tätigkeitsfelder und Spezialisierungen und damit zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten für Berufseinsteigende.. Der Trend geht dabei stärker in Richtung Mandantenkommunikation, strategische Beratung und digitale Arbeitsweisen.
Mit TaxDome lassen sich Dokumente, Aufgaben und Mandantenkommunikation zentral organisieren. Steuerkanzleien schaffen damit eine digitale Arbeitsumgebung, die Teams im Kanzleialltag unterstützt und den Einstieg neuer Mitarbeitender erleichtern kann.
Häufige Fragen zum Thema Quereinsteiger im Steuerbüro
Kann man ohne Studium Steuerberater werden?
Ja, ein Studium ist nicht zwingend erforderlich. Der Weg kann auch über eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung im Steuerwesen führen.
Welche Voraussetzungen brauche ich, um Steuerberater zu werden?
Ausschlaggebend ist der berufliche Hintergrund: Je nach Ausbildung oder Studium sind mehrere Jahre Praxiserfahrung im Steuerwesen erforderlich, bevor eine Zulassung zur Steuerberaterprüfung möglich ist.
Wie lange dauert eine Umschulung zum Steuerberater?
Bis zum Abschluss der Steuerberaterprüfung vergehen meist mindestens sechs bis zehn Jahre. Der genaue Zeitraum hängt vom Ausbildungsweg und der angerechneten Berufserfahrung ab.
Sven ist ein in Berlin ansässiger professioneller Content Creator, Autor und Übersetzer. Bei TaxDome spezialisiert er sich darauf, komplexe Steuerkonzepte für die DACH-Region verständlich zu machen. Er verwandelt technische Informationen in klare, praktische Inhalte, die Unternehmen und Fachleute dabei unterstützen, sich sicher durch Steuerthemen zu navigieren.
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